AEVO Ausbildereignungsprüfung: 150 Karteikarten

Unabhängige AEVO-Karteikarten zu Planung, Einstellung, Durchführung und Abschluss der Ausbildung – mit Fällen, Begriffen und klaren Abgrenzungen.

Über dieses Lernkartenset

Diese 150 Karteikarten trainieren zentrale Entscheidungen, Begriffe und Abgrenzungen aus allen vier Handlungsfeldern der AEVO: Ausbildungsvoraussetzungen prüfen und Ausbildung planen; Ausbildung vorbereiten und bei der Einstellung von Auszubildenden mitwirken; Ausbildung durchführen; Ausbildung abschließen. Kurze betriebliche Situationen ergänzen den reinen Begriffsabruf.

Die Karten üben die Zuordnung von Rollen und Regeln zu ihrer praktischen Bedeutung, die Auswahl passender Methoden und Kontrollen sowie begründete Entscheidungen in typischen Ausbildungssituationen. Bewusst ausgeschlossen sind gespiegelte Varianten ohne eigenen Lernwert, lokale Termin- und Gebührenangaben, branchenspezifische Sonderfälle sowie originale oder erinnerte Prüfungsfragen, Antwortoptionen und Bewertungsschemata.

Die Reihenfolge folgt den vier Handlungsfeldern. Innerhalb jedes Feldes wechseln Definitionen, Abgrenzungen und Anwendungen; nahe Varianten sind voneinander getrennt, damit eine Antwort nicht die nächste verrät. Rechtliche Aussagen wurden am 30. August 2026 anhand der geltenden amtlichen Texte geprüft. Vor einer konkreten Entscheidung sind der aktuelle Gesetzesstand und die Hinweise der eigenen zuständigen Stelle maßgeblich.

Dies ist eine inoffizielle, unabhängig erstellte Lernhilfe ohne Verbindung zu einer IHK, dem BIBB oder einer anderen Behörde. Offizielle Anforderungen: Ausbilder-Eignungsverordnung · IHK Aachen: Ausbildereignungsprüfung

Karten in diesem Lernkartenset

  1. Karte 1

    Frage

    Welche vier Handlungsfelder umfasst die AEVO?

    Antwort

    Ausbildungsvoraussetzungen prüfen und Ausbildung planen; Ausbildung vorbereiten und bei der Einstellung von Auszubildenden mitwirken; Ausbildung durchführen; Ausbildung abschließen. Diese Reihenfolge bildet den gesamten Ausbildungsprozess ab.

  2. Karte 2

    Frage

    Welchen betrieblichen Nutzen kann Ausbildung schaffen?

    Antwort

    Sie kann eigenen Fachkräftenachwuchs aufbauen. Zusätzlich stärkt sie Wissenstransfer, Bindung und die langfristige Personalplanung.

  3. Karte 3

    Frage

    Wann ist eine Ausbildungsstätte grundsätzlich geeignet?

    Antwort

    Wenn Art und Einrichtung die Ausbildung ermöglichen und die Zahl der Auszubildenden in einem angemessenen Verhältnis zu Plätzen oder Fachkräften steht.

  4. Karte 4

    Frage

    Wer ist der oder die Ausbildende?

    Antwort

    Der Vertragspartner, der Auszubildende einstellt und die Ausbildung rechtlich verantwortet. Das kann zum Beispiel ein Unternehmen sein.

  5. Karte 5

    Frage

    Was weist die AEVO-Prüfung nach?

    Antwort

    Die berufs- und arbeitspädagogische Eignung. Persönliche und beruflich-fachliche Eignung sind zusätzlich nach dem BBiG zu beurteilen.

  6. Karte 6

    Frage

    Womit beginnt eine belastbare Ausbildungsbedarfsplanung?

    Antwort

    Mit dem künftigen Personal- und Kompetenzbedarf. Erst danach werden Beruf, Plätze, Beginn und Kapazität festgelegt.

  7. Karte 7

    Frage

    Was tun, wenn der Betrieb nicht alle Ausbildungsinhalte selbst vermitteln kann?

    Antwort

    Fehlende Inhalte durch geeignete Maßnahmen außerhalb der Ausbildungsstätte abdecken, etwa im Verbund oder überbetrieblich. Das wird verbindlich in den Ausbildungsablauf eingeplant.

  8. Karte 8

    Frage

    Welche Kernverantwortung trägt der bestellte Ausbilder?

    Antwort

    Er vermittelt Ausbildungsinhalte unmittelbar, verantwortlich und in wesentlichem Umfang. Dafür muss er persönlich und fachlich geeignet sein.

  9. Karte 9

    Frage

    Wie sind Bund und Länder in der dualen Ausbildung grob aufgeteilt?

    Antwort

    Der Bund regelt die betriebliche Ausbildung, die Länder verantworten das Berufsschulwesen. Betrieb und Schule stimmen ihre Lernbeiträge praktisch aufeinander ab.

  10. Karte 10

    Frage

    Wie wählt ein Betrieb einen passenden Ausbildungsberuf aus?

    Antwort

    Er gleicht betriebliche Arbeitsprozesse, künftigen Kompetenzbedarf und vermittelbare Inhalte mit einer aktuellen Ausbildungsordnung ab.

  11. Karte 11

    Frage

    Warum ist die Zahl der Fachkräfte für die Ausbildungsplanung relevant?

    Antwort

    Sie begrenzt die verantwortbare Betreuungs- und Vermittlungskapazität. Eine hohe Platzzahl darf die Qualität und Erreichbarkeit der Betreuung nicht gefährden.

  12. Karte 12

    Frage

    Welche Rolle hat ein Ausbildungsbeauftragter?

    Antwort

    Er unterstützt bei einzelnen Inhalten unter Verantwortung des Ausbilders. Er braucht dafür passende berufliche Kenntnisse und persönliche Eignung, übernimmt aber nicht automatisch die Gesamtverantwortung.

  13. Karte 13

    Frage

    Ein Bereich braucht kurzfristig billige Hilfskräfte. Ist das ein tragfähiger Ausbildungsbedarf?

    Antwort

    Nein. Ausbildung zielt auf berufliche Handlungsfähigkeit und langfristigen Kompetenzaufbau, nicht auf das Ersetzen regulärer Arbeitskräfte.

  14. Karte 14

    Frage

    Was bedeutet persönliche Eignung nach dem BBiG?

    Antwort

    Die Person darf keine relevanten Beschäftigungsverbote haben und nicht wiederholt oder schwer gegen Ausbildungsrecht verstoßen haben. Entscheidend ist die verantwortbare persönliche Zuverlässigkeit.

  15. Karte 15

    Frage

    Wann ist Verbundausbildung sinnvoll?

    Antwort

    Wenn mehrere Betriebe ihre unterschiedlichen Stärken verbinden, um gemeinsam alle Inhalte zu vermitteln. Zuständigkeiten und Zeiträume müssen klar vereinbart sein.

  16. Karte 16

    Frage

    Wie unterscheiden sich Ausbildungsrahmenplan und betrieblicher Ausbildungsplan?

    Antwort

    Der Ausbildungsrahmenplan gibt die sachliche und zeitliche Mindestgliederung vor. Der betriebliche Plan überträgt sie auf konkrete Abteilungen, Aufgaben, Lernorte und Termine.

  17. Karte 17

    Frage

    Welche Kosten gehören in die Ausbildungsplanung?

    Antwort

    Vergütung, Personalzeit, Lernmittel, Räume, externe Maßnahmen und Verwaltung. Produktive Beiträge dürfen den notwendigen Lernaufwand nicht verdrängen.

  18. Karte 18

    Frage

    Woraus besteht die fachliche Eignung eines Ausbilders?

    Antwort

    Aus beruflichen sowie berufs- und arbeitspädagogischen Fertigkeiten, Kenntnissen und Fähigkeiten. Die AEVO-Prüfung weist nur den pädagogischen Teil nach.

  19. Karte 19

    Frage

    Wozu dienen berufsausbildungsvorbereitende Maßnahmen?

    Antwort

    Sie unterstützen den Übergang in eine Berufsausbildung und bauen erforderliche Grundlagen auf. Der Betrieb prüft, ob Zielgruppe und Maßnahme zum geplanten Ausbildungsweg passen.

  20. Karte 20

    Frage

    Warum gehört eine Zielgruppenanalyse in die Ausbildungsplanung?

    Antwort

    Sie macht Vorerfahrung, Lernvoraussetzungen und möglichen Unterstützungsbedarf sichtbar. Daraus folgen realistische Betreuung, Lernorte und Methoden.

  21. Karte 21

    Frage

    Welche Ressourcen sind vor dem Start eines Ausbildungsplatzes zu prüfen?

    Antwort

    Geeignete Fachkräfte, Zeit, Räume, Arbeitsmittel, Lernmedien, sichere Aufgaben und externe Lernorte. Die Zusage eines Platzes folgt erst nach dieser Kapazitätsprüfung.

  22. Karte 22

    Frage

    Was muss eine Ausbildungsordnung mindestens festlegen?

    Antwort

    Berufsbezeichnung, Ausbildungsdauer, Ausbildungsberufsbild, Ausbildungsrahmenplan und Prüfungsanforderungen. Sie definiert den bundesweiten Mindeststandard.

  23. Karte 23

    Frage

    Nenne drei Aufgaben der zuständigen Stelle in der Berufsausbildung.

    Antwort

    Sie führt das Verzeichnis der Berufsausbildungsverhältnisse, überwacht die Berufsausbildung und fördert sie durch Beratung der Beteiligten.

  24. Karte 24

    Frage

    Was kennzeichnet das duale System?

    Antwort

    Betrieb und Berufsschule wirken als eigenständige Lernorte zusammen. Der Betrieb vermittelt berufliche Handlungsfähigkeit in der Praxis, die Schule ergänzt berufsbezogene und allgemeine Bildung.

  25. Karte 25

    Frage

    Woran lässt sich Ausbildungsqualität schon in der Planung festmachen?

    Antwort

    An überprüfbaren Zielen, vollständiger Inhaltsabdeckung, verlässlicher Betreuung, geeigneten Aufgaben und festen Rückmeldeschleifen. Reine Platz- oder Einstellungszahlen reichen nicht.

  26. Karte 26

    Frage

    Darf jemand nach bestandener AEVO-Prüfung automatisch ausbilden?

    Antwort

    Nein. Zusätzlich müssen persönliche und beruflich-fachliche Eignung sowie die Eignung der Ausbildungsstätte vorliegen.

  27. Karte 27

    Frage

    Was leistet eine überbetriebliche Ausbildungsmaßnahme?

    Antwort

    Sie ergänzt betriebliche Ausbildung um Inhalte oder Ausstattung, die vor Ort fehlen. Sie ersetzt nicht die Gesamtverantwortung des Ausbildungsbetriebs.

  28. Karte 28

    Frage

    Wie werden die Aufgaben der an der Ausbildung beteiligten Personen abgestimmt?

    Antwort

    Mit klaren Rollen, Inhalten, Zeitfenstern, Rückmeldewegen und Vertretungen. Der verantwortliche Ausbilder behält den Überblick über den Gesamtprozess.

  29. Karte 29

    Frage

    Warum sollte die Berufsschule schon in der Planung einbezogen werden?

    Antwort

    Damit betriebliche Aufgaben und schulische Lernphasen sinnvoll zusammenspielen. Früh abgestimmte Termine und Inhalte vermeiden Lücken und unnötige Doppelungen.

  30. Karte 30

    Frage

    Welche Funktion hat das BBiG in der Ausbildungsplanung?

    Antwort

    Es setzt den allgemeinen Rechtsrahmen der Berufsbildung. Die konkrete Ausbildungsordnung bestimmt darauf aufbauend den anerkannten Beruf und seine Mindestinhalte.

  31. Karte 31

    Frage

    Der Betrieb kann zwei Plätze besetzen, aber nur einen zuverlässig betreuen. Was ist die richtige Entscheidung?

    Antwort

    Nur einen Platz einplanen oder Betreuungskapazität verbindlich erweitern. Ausbildungsqualität geht vor einer rechnerisch möglichen Stellenzahl.

  32. Karte 32

    Frage

    Wann kann digitales mobiles Ausbilden unmittelbar im Sinne des BBiG sein?

    Antwort

    Wenn es in angemessenem Umfang erfolgt, Informationstechnik nutzt und Inhalte sowie jeweilige Aufenthaltsorte für die Vermittlung auf Distanz geeignet sind. Die Qualität muss der Ausbildung bei gemeinsamer Anwesenheit gleichwertig bleiben; der Ausbilder ist zu betriebsüblichen Zeiten erreichbar, begleitet und steuert das Lernen und kontrolliert die Fortschritte.

  33. Karte 33

    Frage

    Worauf baut der betriebliche Ausbildungsplan auf?

    Antwort

    Auf der aktuellen Ausbildungsordnung und ihrem Ausbildungsrahmenplan. Der Betrieb überträgt die Vorgaben auf seine Arbeits- und Geschäftsprozesse.

  34. Karte 34

    Frage

    Wie entstehen faire Auswahlkriterien für Auszubildende?

    Antwort

    Aus den tatsächlichen Anforderungen von Beruf und Ausbildung. Kriterien werden vorab festgelegt, gewichtet und für alle Bewerbenden gleich angewandt.

  35. Karte 35

    Frage

    Wer ist bei einem minderjährigen Auszubildenden zusätzlich zu berücksichtigen?

    Antwort

    Die gesetzlichen Vertreter. Ihre Angaben und erforderlichen Erklärungen werden in Vertrag und Kommunikation korrekt einbezogen.

  36. Karte 36

    Frage

    Was gehört in einen guten ersten Ausbildungstag?

    Antwort

    Begrüßung, Ansprechpartner, Ablauf, Rechte und Pflichten, Sicherheitsregeln, Arbeitsmittel und ein überschaubarer erster Lernauftrag. Orientierung kommt vor Informationsfülle.

  37. Karte 37

    Frage

    Welche Rolle hat der Betriebsrat bei betrieblicher Berufsbildung?

    Antwort

    Er hat gesetzliche Beteiligungsrechte, unter anderem bei der Durchführung betrieblicher Bildungsmaßnahmen. Die konkrete Beteiligung wird vor Entscheidungen geprüft und eingeplant.

  38. Karte 38

    Frage

    Was ordnet ein betrieblicher Ausbildungsplan konkret zu?

    Antwort

    Inhalte zu Zeiträumen, Lernorten, Abteilungen, Aufgaben und verantwortlichen Personen. So wird aus dem Rahmenplan ein durchführbarer Ablauf.

  39. Karte 39

    Frage

    Was verlangt das AGG im Auswahlverfahren?

    Antwort

    Keine Benachteiligung wegen geschützter Merkmale. Auswahlentscheidungen brauchen sachliche, berufsbezogene Gründe und eine konsistente Dokumentation.

  40. Karte 40

    Frage

    Welche Themen gehören mindestens in die Vertragsabfassung?

    Antwort

    Parteien, Ziel und Gliederung, Beginn und Dauer, Lernorte, tägliche Ausbildungszeit, Probezeit, Vergütung, Überstundenregelung, Urlaub, Kündigung, geltende Kollektivregeln und Form des Ausbildungsnachweises.

  41. Karte 41

    Frage

    Welche allgemeine Arbeitszeitgrenze gilt für Jugendliche?

    Antwort

    Grundsätzlich höchstens acht Stunden täglich und 40 Stunden wöchentlich. Gesetzliche Verteilungs- und Branchenausnahmen werden gesondert geprüft.

  42. Karte 42

    Frage

    Wie wird die Probezeit planvoll gestaltet?

    Antwort

    Mit wechselnden passenden Aufgaben, klaren Erwartungen, regelmäßigen Gesprächen und dokumentierten Beobachtungen. Eine Bewertung erst am letzten Tag kommt zu spät.

  43. Karte 43

    Frage

    Wie unterscheiden sich Kündigungen in und nach der Probezeit?

    Antwort

    In der Probezeit kann jederzeit ohne Frist gekündigt werden. Jede Kündigung braucht Schriftform; die elektronische Form ist ausgeschlossen. Nach der Probezeit ist eine Kündigung aus wichtigem Grund fristlos möglich; grundsätzlich darf die Kenntnis der maßgeblichen Tatsachen bei Zugang höchstens zwei Wochen zurückliegen. Ist ein vorgesehenes Güteverfahren vor einer außergerichtlichen Stelle eingeleitet, ist der Lauf dieser Frist bis zu dessen Beendigung gehemmt. Auszubildende können mit vier Wochen kündigen, wenn sie die Ausbildung aufgeben oder in einen anderen Beruf wechseln. Die Gründe sind anzugeben.

  44. Karte 44

    Frage

    Warum ist ein strukturiertes Auswahlgespräch sinnvoll?

    Antwort

    Es macht Antworten vergleichbarer. Alle Bewerbenden erhalten dieselben berufsbezogenen Kernfragen und werden nach vorab festgelegten Kriterien beurteilt.

  45. Karte 45

    Frage

    Welche Mindestpausen brauchen Jugendliche?

    Antwort

    30 Minuten bei mehr als viereinhalb bis zu sechs Stunden, 60 Minuten bei mehr als sechs Stunden. Eine anrechenbare Pause dauert mindestens 15 Minuten.

  46. Karte 46

    Frage

    Darf der Betrieb vom Auszubildenden Geld für die Ausbildung verlangen?

    Antwort

    Nein. Eine Verpflichtung, für die Berufsausbildung eine Entschädigung zu zahlen, ist nach dem BBiG nichtig.

  47. Karte 47

    Frage

    Wer veranlasst die Eintragung des Ausbildungsverhältnisses?

    Antwort

    Der oder die Ausbildende beantragt unverzüglich nach Vertragsschluss die Eintragung bei der zuständigen Stelle und fügt die erforderlichen Unterlagen bei.

  48. Karte 48

    Frage

    Was sollte mit der Berufsschule vor Ausbildungsbeginn geklärt werden?

    Antwort

    Schultage, Blockphasen, Ansprechpartner, Lernstände und sinnvolle inhaltliche Anschlüsse. Personenbezogene Daten werden nur auf einer tragfähigen Rechtsgrundlage, für einen festgelegten Ausbildungszweck und im dafür erforderlichen Umfang weitergegeben.

  49. Karte 49

    Frage

    Wie geht man mit einer notwendigen Abweichung vom Ausbildungsplan um?

    Antwort

    Auswirkung auf das Ausbildungsziel prüfen, Ersatz organisieren und die Anpassung nachvollziehbar dokumentieren. Inhalte dürfen nicht stillschweigend entfallen.

  50. Karte 50

    Frage

    Wie lange dauert die Probezeit im Berufsausbildungsverhältnis?

    Antwort

    Mindestens einen und höchstens vier Monate. Sie dient der beiderseitigen Prüfung, ob Beruf, Betrieb und Zusammenarbeit passen.

  51. Karte 51

    Frage

    Warum nennt der Vertrag Maßnahmen außerhalb der Ausbildungsstätte?

    Antwort

    Damit Lernorte und externe Ausbildungsanteile transparent vereinbart sind. Das betrifft etwa Verbund-, überbetriebliche oder geplante Auslandsphasen.

  52. Karte 52

    Frage

    Wie wird Berufsschule bei der Einsatzplanung behandelt?

    Antwort

    Auszubildende werden für den Unterricht freigestellt; Unterricht und anrechenbare Zeiten werden nach BBiG und bei Jugendlichen zusätzlich nach JArbSchG berücksichtigt. Der Plan darf keine Doppelbelastung erzeugen.

  53. Karte 53

    Frage

    Was gilt bei wesentlichen Vertragsänderungen?

    Antwort

    Die Anforderungen an Abfassung, Übermittlung und Mitteilung gelten entsprechend. Änderungen werden also transparent dokumentiert und der zuständigen Stelle gemeldet.

  54. Karte 54

    Frage

    Wann ist ein Auswahltest vertretbar?

    Antwort

    Wenn er eine relevante Anforderung zuverlässig prüft, für alle gleich durchgeführt wird und angemessen ist. Ein Test ohne Berufsbezug verzerrt die Auswahl.

  55. Karte 55

    Frage

    Warum soll der Ausbildungsplan an Geschäftsprozessen ausgerichtet sein?

    Antwort

    Damit Lernen in sinnvollen beruflichen Zusammenhängen stattfindet. Einzelne Fertigkeiten werden so mit Planung, Durchführung und Kontrolle realer Arbeit verbunden.

  56. Karte 56

    Frage

    Welche Zeit- und Vergütungsangaben müssen vertraglich klar sein?

    Antwort

    Regelmäßige tägliche Ausbildungszeit, Vergütung einschließlich Zusammensetzung, Überstundenausgleich und Urlaub. Zusätzlich gelten Gesetz, Tarifvertrag und Betriebsvereinbarung.

  57. Karte 57

    Frage

    Was ist bei minderjährigen Auszubildenden vor Beschäftigungsbeginn zusätzlich zu prüfen?

    Antwort

    Ob der nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz erforderliche Nachweis der Erstuntersuchung vorliegt. Ausnahmen und Fristen werden im aktuellen Gesetz geprüft, nicht geschätzt.

  58. Karte 58

    Frage

    Was gilt am Arbeitstag vor der schriftlichen Abschlussprüfung?

    Antwort

    Auszubildende sind freizustellen. Der Tag wird in der Einsatzplanung von Anfang an berücksichtigt.

  59. Karte 59

    Frage

    Bis wann muss der wesentliche Vertragsinhalt in Textform vorliegen?

    Antwort

    Unverzüglich nach Vertragsschluss, spätestens vor Beginn der Ausbildung. Bei elektronischer Übermittlung muss er speicher- und ausdruckbar sein; der Empfang ist nachzuweisen.

  60. Karte 60

    Frage

    Was bringt die Jugend- und Auszubildendenvertretung in die Vorbereitung ein?

    Antwort

    Sie vertritt die besonderen Belange junger Beschäftigter und Auszubildender. Hinweise laufen im Zusammenspiel mit dem Betriebsrat in die Ausbildungsorganisation ein.

  61. Karte 61

    Frage

    Soll die Auswahl nur fertige Fachleistung belohnen?

    Antwort

    Nein. Ausbildung entwickelt Kompetenz; deshalb zählen Lernbereitschaft, passende Grundlagen und Entwicklungspotenzial neben bereits vorhandenem Können.

  62. Karte 62

    Frage

    Was gehört in eine Vereinbarung mit externen Ausbildungspartnern?

    Antwort

    Inhalte, Zeitraum, Lernort, Betreuung, Arbeitsschutz, Rückmeldung und Nachweis. Die Gesamtverantwortung des Ausbildungsbetriebs bleibt erkennbar.

  63. Karte 63

    Frage

    Welche Bewerberdaten sollte ein Betrieb erheben?

    Antwort

    Nur Daten, die für die Entscheidung über das Ausbildungsverhältnis erforderlich sind. Jede Verarbeitung braucht eine Rechtsgrundlage; Datenminimierung schließt Vorratserhebungen für unbestimmte spätere Zwecke aus.

  64. Karte 64

    Frage

    Wann erfolgt die Sicherheitsunterweisung für neue Auszubildende?

    Antwort

    Allgemein erfolgt die Unterweisung bei Einstellung vor Tätigkeitsbeginn, bei Aufgabenänderungen und vor neuen Arbeitsmitteln oder Technologien; sie wird an die Gefährdung angepasst und erforderlichenfalls regelmäßig wiederholt. Jugendliche werden zusätzlich vor Beschäftigungsbeginn, bei wesentlichen Änderungen und vor der ersten Arbeit an Maschinen, Gefahrstellen oder mit Gefahrstoffen unterwiesen; bei ihnen ist die Unterweisung mindestens halbjährlich zu wiederholen.

  65. Karte 65

    Frage

    Welche Vertragsabreden sind nach dem BBiG nichtig?

    Antwort

    Unter anderem Vertragsstrafen, pauschal festgesetzter Schadensersatz und unzulässige Beschränkungen der Berufsausübung nach Ausbildungsende. Solche Klauseln werden nicht durch Unterschrift wirksam.

  66. Karte 66

    Frage

    Wann kann ein Teil der Ausbildung im Ausland stattfinden?

    Antwort

    Wenn die Auslandsphase dem Ausbildungsziel dient. Nach dem BBiG soll ihre Gesamtdauer grundsätzlich ein Viertel der festgelegten Ausbildungsdauer nicht überschreiten.

  67. Karte 67

    Frage

    Welche Abschlusskontrolle braucht die Vorbereitung vor dem Start?

    Antwort

    Vertrag und Eintragung, Eignung, Ausbildungsplan, Berufsschule, Betreuung, Arbeitsmittel, Sicherheit, Datenschutz und erster Einsatz müssen geklärt sein.

  68. Karte 68

    Frage

    Eine Bewerberin hat schwächere Noten, löst aber die Arbeitsprobe gut. Was zählt?

    Antwort

    Die vorab festgelegten berufsbezogenen Kriterien in ihrer Gesamtheit. Einzelne Schulnoten ersetzen weder Potenzialbeurteilung noch eine strukturierte Auswahl.

  69. Karte 69

    Frage

    Was kennzeichnet eine lernförderliche Ausbildungskultur?

    Antwort

    Klare Erwartungen, passende Herausforderungen, verlässliche Unterstützung und offener Austausch. Fehler werden ausgewertet, nicht versteckt.

  70. Karte 70

    Frage

    Wie unterscheiden sich intrinsische und extrinsische Motivation?

    Antwort

    Intrinsische Motivation entsteht aus Interesse oder Sinn der Tätigkeit, extrinsische aus äußeren Folgen wie Anerkennung oder Belohnung. Gute Ausbildung kann beide ansprechen.

  71. Karte 71

    Frage

    Wie unterscheiden sich Richt-, Grob- und Feinlernziel?

    Antwort

    Das Richtlernziel nennt den weiten Bereich, das Groblernziel einen abgegrenzten Kompetenzabschnitt und das Feinlernziel die konkrete, überprüfbare Leistung einer Lernsituation.

  72. Karte 72

    Frage

    Welche Phasen hat eine vollständige berufliche Handlung?

    Antwort

    Informieren, Planen, Entscheiden, Ausführen, Kontrollieren und Bewerten. Lernende übernehmen dabei schrittweise mehr Verantwortung für den ganzen Prozess.

  73. Karte 73

    Frage

    Wie schafft ein Ausbilder Sicherheit für Fragen?

    Antwort

    Er reagiert respektvoll, fragt nach Unsicherheiten und trennt Lernfehler von persönlicher Abwertung. So werden Probleme sichtbar, bevor sie riskant werden.

  74. Karte 74

    Frage

    Was macht eine gute Lern- und Arbeitsaufgabe aus?

    Antwort

    Sie ist berufstypisch, zielbezogen, sicher, anspruchsvoll und mit vorhandenen Mitteln lösbar. Ergebnis und Qualitätsmaßstab sind für Lernende erkennbar.

  75. Karte 75

    Frage

    Wie wird hilfreiches Feedback formuliert?

    Antwort

    Zeitnah, konkret und auf beobachtbares Verhalten bezogen. Es nennt Wirkung oder Maßstab und vereinbart einen machbaren nächsten Schritt.

    Abstrakter vierteiliger Lernweg mit Werkbank, Gespräch, Übung und Zielmarke in einer neutralen Ausbildungsumgebung.

    150 Karten

    AEVO Ausbildereignungsprüfung: 150 Karteikarten

    Mit diesem Lernkartenset kostenlos lernen

    Flashcards wird geöffnet, damit du mit dem Lernen beginnen kannst.

  76. Karte 76

    Frage

    Wann passt die Vier-Stufen-Methode?

    Antwort

    Bei klar strukturierten praktischen Fertigkeiten, besonders wenn ein sicherer Ablauf zuerst exakt gezeigt werden muss. Für offene Problemlösungen ist sie oft zu eng.

  77. Karte 77

    Frage

    Ein Lernauftrag wirkt bedeutungslos. Wie lässt sich Motivation stärken?

    Antwort

    Den Beitrag der Aufgabe zum realen Arbeitsprozess zeigen und echte Verantwortung in passender Größe geben. Erreichbare Zwischenziele und konkrete Rückmeldung machen den Fortschritt sichtbar; pauschaler Druck erklärt weder Sinn noch Lernweg.

  78. Karte 78

    Frage

    Nach welchen Kriterien wird eine Ausbildungsmethode gewählt?

    Antwort

    Nach Lernziel, Vorkenntnissen, Aufgabe, Gefährdung, Zeit, Gruppengröße, Selbstständigkeit und verfügbaren Medien. Die Methode folgt dem Lernbedarf, nicht der Gewohnheit des Ausbilders.

  79. Karte 79

    Frage

    Was macht ein Feinlernziel überprüfbar?

    Antwort

    Beobachtbares Verhalten, klare Bedingungen und ein erkennbarer Maßstab. „Versteht Sicherheit“ wird etwa zu einer konkret demonstrierbaren sicheren Handlung.

  80. Karte 80

    Frage

    Wie wird der Lernstand vor einer Aufgabe ermittelt?

    Antwort

    Durch kurze Fragen, Beobachtung, Gespräch oder eine passende Einstiegsaufgabe. Vermutungen über Schulabschluss oder Alter reichen nicht.

  81. Karte 81

    Frage

    Was ist bei gefährlichen Lernaufgaben methodisch vorrangig?

    Antwort

    Sicherheit. Über Risiken wird unterwiesen; Schutzmaßnahmen werden erklärt, bereitgestellt und kontrolliert. Selbstständigkeit wächst nur innerhalb sicherer Grenzen.

  82. Karte 82

    Frage

    Wie nimmt ein Ausbilder Feedback professionell an?

    Antwort

    Er hört zu, fragt nach konkreten Beispielen und prüft den eigenen Anteil. Eine sofortige Rechtfertigung blockiert die gemeinsame Verbesserung.

  83. Karte 83

    Frage

    Welche Lernbereiche können ein Lernziel prägen?

    Antwort

    Kognitive, psychomotorische und affektive Anteile. Berufliche Aufgaben verbinden häufig Wissen, praktisches Können und verantwortliches Verhalten.

  84. Karte 84

    Frage

    Wie wird ein Lernender statt zum Zuschauer zum Handelnden?

    Antwort

    Durch eigene Entscheidungen, Erklärungen, Ausführung und Kontrolle. Der Ausbilder gibt nur so viel Steuerung wie für Ziel und Sicherheit nötig.

  85. Karte 85

    Frage

    Welche vier Schritte hat die klassische Vier-Stufen-Methode?

    Antwort

    Vorbereiten, vormachen und erklären, nachmachen und erklären lassen, anschließend selbstständig üben. Eine Lernerfolgskontrolle schließt den Ablauf ab.

  86. Karte 86

    Frage

    Wie sollte ein Ausbilder auf einen nachvollziehbaren Lernfehler reagieren?

    Antwort

    Ursache klären, Risiko begrenzen und den Lernenden den richtigen Weg erneut erarbeiten lassen. Bloßes Tadeln beseitigt die Fehlvorstellung nicht.

  87. Karte 87

    Frage

    Was entscheidet über die Wahl eines Lernmediums?

    Antwort

    Ob es das Lernziel verständlicher, sicherer oder selbstständiger erreichbar macht. Verfügbarkeit oder technische Neuheit allein sind kein didaktischer Grund.

  88. Karte 88

    Frage

    Wozu dient eine formative Lernerfolgskontrolle?

    Antwort

    Sie steuert das Lernen während des Prozesses. Kurze Aufgaben oder Beobachtungen zeigen, was schon sitzt und was als Nächstes geübt werden muss.

  89. Karte 89

    Frage

    Was macht ein digitales Lernmedium zugänglich?

    Antwort

    Klare Struktur, lesbare Darstellung, verständliche Sprache und nutzbare Alternativen für relevante Einschränkungen. Zugänglichkeit wird mit der Zielgruppe geprüft.

  90. Karte 90

    Frage

    Wann eignet sich ein Lehrgespräch?

    Antwort

    Wenn vorhandenes Wissen durch gezielte Fragen aktiviert und zu einer neuen Einsicht geführt werden soll. Der Ausbilder plant ein Ziel, lässt aber echte Denkwege zu.

  91. Karte 91

    Frage

    Zwei Auszubildende geraten wiederholt aneinander. Was ist der erste Schritt?

    Antwort

    Früh und getrennt die beobachtbaren Situationen sowie beide Sichtweisen klären. Erst danach werden gemeinsames Ziel, Regeln und konkrete Vereinbarungen bearbeitet.

  92. Karte 92

    Frage

    Wie wird eine Lernschwierigkeit sinnvoll analysiert?

    Antwort

    Aufgabe, Vorwissen, Sprache, Methode, Übungszeit, Belastung und Lernumfeld getrennt prüfen. Erst die wahrscheinliche Ursache bestimmt die Unterstützung.

  93. Karte 93

    Frage

    Was leistet aktives Abrufen im Lernprozess?

    Antwort

    Lernende holen Wissen ohne Vorlage hervor und erkennen dabei Lücken. Kurze Abrufaufgaben machen den aktuellen Lernstand sichtbar und geben einen Ansatz für gezieltes Weiterlernen.

  94. Karte 94

    Frage

    Wann passt ein Lernauftrag?

    Antwort

    Wenn Lernende eine klar abgegrenzte berufliche Aufgabe zunehmend selbstständig bearbeiten sollen. Ziel, Rahmen, Ressourcen und Qualitätskriterien müssen verständlich sein.

  95. Karte 95

    Frage

    Welche Unterstützung kann die Assistierte Ausbildung bieten?

    Antwort

    Individuelle Hilfe etwa beim Lernen, in der Berufsschule, bei Sprache oder bei Problemen im Betrieb. Ob sie passt, wird mit Agentur für Arbeit oder Jobcenter geklärt.

  96. Karte 96

    Frage

    Wie wird Ausbildung bei unterschiedlichem Lerntempo angepasst?

    Antwort

    Aufgabe, Hilfen, Übungsmenge oder Lernweg werden individuell variiert, das Ausbildungsziel bleibt im Blick. Unter- und Überforderung werden regelmäßig neu geprüft.

  97. Karte 97

    Frage

    Wann ist eine Verlängerung der Ausbildungsdauer zu prüfen?

    Antwort

    Wenn sie erforderlich ist, damit das Ausbildungsziel erreicht werden kann. Zuständige Stelle, Auszubildende und Betrieb klären den begründeten Einzelfall rechtzeitig.

  98. Karte 98

    Frage

    Wann eignet sich die Leittextmethode?

    Antwort

    Für komplexere Aufgaben, die Lernende mit Leitfragen weitgehend selbstständig planen, ausführen und bewerten können. Der Ausbilder begleitet und greift gezielt ein.

  99. Karte 99

    Frage

    Wie werden Leistungen fair beurteilt?

    Antwort

    An vorher bekannten, beobachtbaren und aufgabebezogenen Kriterien. Mehrere Beobachtungen und nachvollziehbare Belege sind stärker als ein Gesamteindruck.

  100. Karte 100

    Frage

    Wie unterscheiden sich Verkürzung und vorzeitige Prüfungszulassung?

    Antwort

    Die Verkürzung verändert die Ausbildungsdauer: Auszubildende und Ausbildende beantragen sie gemeinsam, und die zuständige Stelle prüft, ob das Ausbildungsziel früher erreichbar ist. Die vorzeitige Zulassung verändert nur den Prüfungszeitpunkt: Auszubildende beantragen sie, wenn ihre Leistungen dies rechtfertigen; die zuständige Stelle hört die Ausbildenden und die Berufsschule an.

  101. Karte 101

    Frage

    Wann passt die Projektmethode?

    Antwort

    Bei einer komplexen, realitätsnahen Aufgabe mit planbarem Ergebnis und Raum für Eigenverantwortung. Planung, Zusammenarbeit, Durchführung und Auswertung gehören zum Lernen.

  102. Karte 102

    Frage

    Wie beginnt ein gutes Beurteilungsgespräch?

    Antwort

    Mit Ziel, Rahmen und der Selbsteinschätzung des Auszubildenden. Danach werden konkrete Beobachtungen, Stärken, Abweichungen und nächste Schritte besprochen.

  103. Karte 103

    Frage

    Wie werden Beurteilungen anderer Personen genutzt?

    Antwort

    Als zusätzliche, kritisch geprüfte Beobachtungen. Kriterien, Beobachtungszeitraum und mögliche Widersprüche werden geklärt, bevor Schlussfolgerungen folgen.

  104. Karte 104

    Frage

    Wozu dienen Zusatzqualifikationen?

    Antwort

    Sie erweitern berufliche Handlungsfähigkeit über die Mindestinhalte hinaus. Sie passen zum Interesse und Leistungsstand und dürfen die Pflichtausbildung nicht verdrängen.

  105. Karte 105

    Frage

    Wann eignet sich ein Rollenspiel?

    Antwort

    Wenn Gesprächs-, Beratungs- oder Konfliktsituationen in geschütztem Rahmen erprobt werden sollen. Rollen, Ziel, Beobachtung und Auswertung werden klar vorbereitet.

  106. Karte 106

    Frage

    Wie prüft man Lerntransfer?

    Antwort

    Mit einer neuen, aber vergleichbaren beruflichen Situation. Reines Wiederholen derselben Übung zeigt vor allem Reproduktion, nicht flexible Anwendung.

  107. Karte 107

    Frage

    Was bedeutet berufliche Handlungsfähigkeit?

    Antwort

    Berufliche Aufgaben selbstständig planen, durchführen und kontrollieren zu können. Dazu wirken fachliche, methodische, soziale und persönliche Kompetenzen zusammen.

  108. Karte 108

    Frage

    Was wird in der Probezeit systematisch bewertet?

    Antwort

    Ob Beruf, Betrieb, Lernvoraussetzungen und Zusammenarbeit grundsätzlich passen. Die Bewertung stützt sich auf vereinbarte Kriterien, mehrere Aufgaben und laufende Gespräche.

  109. Karte 109

    Frage

    Wann eignet sich die Fallmethode?

    Antwort

    Wenn eine realistische Situation analysiert und eine begründete Entscheidung entwickelt werden soll. Mehrere vertretbare Wege können diskutiert werden, solange Kriterien klar sind.

  110. Karte 110

    Frage

    Wie fördert Ausbildung soziale und persönliche Kompetenz?

    Antwort

    Durch echte Zusammenarbeit, Verantwortung, Reflexion und respektvolle Rückmeldung. Verhalten wird an konkreten Situationen entwickelt, nicht nur erklärt.

  111. Karte 111

    Frage

    Wozu dient eine summative Lernerfolgskontrolle?

    Antwort

    Sie bewertet den erreichten Stand am Ende eines Lernabschnitts. Kriterien und Aufgabe müssen zum zuvor angestrebten Lernziel passen.

  112. Karte 112

    Frage

    Wann passt eine Demonstration?

    Antwort

    Wenn ein Ablauf, eine Wirkung oder ein Qualitätsmerkmal zunächst sichtbar gemacht werden muss. Beobachtungsauftrag und anschließendes eigenes Handeln verhindern passives Zuschauen.

  113. Karte 113

    Frage

    Was bedeutet inklusive Ausbildungsplanung im Alltag?

    Antwort

    Barrieren erkennen und angemessene Zugänge, Hilfen oder Abläufe schaffen, ohne Lernende auf ein Merkmal zu reduzieren. Maßstab bleiben sichere Teilhabe und das Ausbildungsziel.

  114. Karte 114

    Frage

    Wie wird Verantwortung lernwirksam delegiert?

    Antwort

    Mit klarem Ergebnis, Entscheidungsraum, Ressourcen, Grenzen und Kontrollpunkt. Der Ausbilder überträgt Aufgaben, nicht seine Gesamtverantwortung.

  115. Karte 115

    Frage

    Welche Funktion hat der Ausbildungsnachweis?

    Antwort

    Er dokumentiert den Verlauf und unterstützt den Abgleich mit dem Ausbildungsplan. Ausbildende halten zum Führen an, prüfen ihn regelmäßig und ermöglichen das Führen am Arbeitsplatz.

  116. Karte 116

    Frage

    Wie wird aus einem Kundenauftrag eine vollständige Lernaufgabe?

    Antwort

    Der Lernende beschafft Informationen, plant, entscheidet, führt sicher aus, kontrolliert das Ergebnis und bewertet den Prozess. Der Ausbilder setzt passende Freigabepunkte.

  117. Karte 117

    Frage

    Welcher Beurteilungsfehler entsteht durch einen dominanten Einzelmerkmal-Eindruck?

    Antwort

    Der Halo-Effekt. Ein auffälliges positives oder negatives Merkmal färbt dabei unzulässig auf die Gesamtbewertung ab.

  118. Karte 118

    Frage

    Wie wird interkulturelle Kompetenz praktisch gefördert?

    Antwort

    Unterschiedliche Perspektiven werden ernst genommen, Missverständnisse geklärt und gemeinsame Arbeitsstandards transparent gemacht. Zuschreibungen an ganze Gruppen werden vermieden.

  119. Karte 119

    Frage

    Wie werden digitale mobile Ausbildungsphasen dokumentiert?

    Antwort

    Art, Inhalt und Zeitpunkt werden regelmäßig im Ausbildungsnachweis festgehalten. Die Absprachen nennen außerdem Lerninhalte, Zielzeit, Ansprechperson und geplante Fortschrittsgespräche.

  120. Karte 120

    Frage

    Welche gesetzlichen Grundpflichten nennt § 13 BBiG für Auszubildende?

    Antwort

    Sie bemühen sich um die berufliche Handlungsfähigkeit, führen Ausbildungsaufgaben sorgfältig aus, nehmen an Ausbildungsmaßnahmen teil, für die sie nach § 15 BBiG freigestellt werden, befolgen ausbildungsbezogene Weisungen und beachten die Ordnung der Ausbildungsstätte. Außerdem behandeln sie Werkzeuge, Maschinen und Einrichtungen sorgfältig, wahren Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse, führen den Ausbildungsnachweis und bestätigen den Empfang der Vertragsabfassung.

  121. Karte 121

    Frage

    Welche Aufgaben dürfen Auszubildenden übertragen werden?

    Antwort

    Nur Lernaufgaben, die den Erwerb beruflicher Handlungsfähigkeit unterstützen und körperlich bewältigt werden können. Dauerhafte ausbildungsfremde Routine ersetzt keine Ausbildung.

  122. Karte 122

    Frage

    Ein Auszubildender wiederholt denselben Fehler. Was ist sinnvoll?

    Antwort

    Das Muster gemeinsam diagnostizieren und die Lernbedingung ändern. Kleinere Schritte, anderes Beispiel oder sofortiges Übungsfeedback helfen mehr als dieselbe Erklärung lauter zu wiederholen.

  123. Karte 123

    Frage

    Wie reagiert der Ausbilder auf Mobbing oder Diskriminierung?

    Antwort

    Sofort schützen, Vorfälle sachlich klären und dokumentieren sowie die vorgesehenen betrieblichen Stellen einbeziehen. Das Verhalten wird nicht als normaler persönlicher Konflikt verharmlost.

  124. Karte 124

    Frage

    Wie wird eine Methode für die praktische AEVO-Prüfung begründet?

    Antwort

    Aus Lernziel, Zielgruppe, Inhalt, Zeit, Sicherheit, Aktivierung und Lernerfolgskontrolle. Die Gestaltung muss als Ausbildungssituation erkennbar sein und im Fachgespräch nachvollziehbar erklärt werden können.

  125. Karte 125

    Frage

    Wann beginnt eine gute Vorbereitung auf die Abschlussprüfung?

    Antwort

    Frühzeitig anhand von Prüfungsterminen, Ausbildungsplan und belegtem Lernstand. Die letzte Phase dient dem gezielten Schließen von Lücken, nicht dem erstmaligen Vermitteln großer Pflichtbereiche.

  126. Karte 126

    Frage

    Was klärt der Ausbildungsbetrieb zur Prüfungsanmeldung?

    Antwort

    Er stimmt Anmeldung, Fristen und erforderliche Unterlagen mit dem Auszubildenden nach den Vorgaben der zuständigen Stelle ab. Die Stelle bestimmt das konkrete Verfahren.

  127. Karte 127

    Frage

    Wie oft kann eine nicht bestandene AEVO-Prüfung wiederholt werden?

    Antwort

    Die nicht bestandene Prüfung kann innerhalb desselben Prüfungsverfahrens zweimal wiederholt werden.

  128. Karte 128

    Frage

    Wann endet das Ausbildungsverhältnis regulär?

    Antwort

    Mit Ablauf der vereinbarten Ausbildungsdauer. Bei vorzeitig bestandener Abschlussprüfung endet es schon mit der Bekanntgabe des Ergebnisses durch den Prüfungsausschuss; nach nicht bestandener Prüfung kann es auf Verlangen verlängert werden.

  129. Karte 129

    Frage

    Wer muss bei Ausbildungsende ein Zeugnis ausstellen?

    Antwort

    Der oder die Ausbildende. Wenn die Ausbildung nicht selbst durchgeführt wurde, soll auch der Ausbilder oder die Ausbilderin unterschreiben.

  130. Karte 130

    Frage

    Was gehört in ein Abschlussgespräch?

    Antwort

    Rückblick auf Ziele und Entwicklung, beidseitiges Feedback, offene Nachweise, Übergabe, Übernahmeentscheidung und nächste berufliche Schritte.

  131. Karte 131

    Frage

    Wie werden Lücken vor der Abschlussprüfung priorisiert?

    Antwort

    Nach Prüfungsrelevanz, Gefährdung des Ausbildungsziels und individuellem Lernstand. Ein konkreter Übungsplan ist hilfreicher als pauschales Wiederholen aller Inhalte.

  132. Karte 132

    Frage

    Aus welchen Teilen besteht die AEVO-Prüfung?

    Antwort

    Aus einem schriftlichen und einem praktischen Teil. Im schriftlichen Teil werden fallbezogene Aufgaben aus allen vier Handlungsfeldern bearbeitet.

  133. Karte 133

    Frage

    Welche Regelvoraussetzungen nennt § 43 BBiG für die Abschlussprüfung?

    Antwort

    Die Ausbildungsdauer ist zurückgelegt oder endet spätestens zwei Monate nach dem Prüfungstermin. Außerdem müssen vorgeschriebene Zwischenprüfungen absolviert, der Ausbildungsnachweis über den Ausbildenden schriftlich oder elektronisch vorgelegt und das Ausbildungsverhältnis eingetragen sein; eine fehlende Eintragung ist nur unschädlich, wenn weder Auszubildende noch ihre gesetzliche Vertretung sie zu vertreten haben.

  134. Karte 134

    Frage

    Wann endet die Ausbildung bei vorzeitig bestandener Abschlussprüfung?

    Antwort

    Mit Bekanntgabe des Ergebnisses durch den Prüfungsausschuss. Nicht erst mit dem ursprünglich vereinbarten Vertragsende.

  135. Karte 135

    Frage

    Wie wird eine Übernahmeentscheidung fair vorbereitet?

    Antwort

    Mit transparenten betrieblichen Kriterien, belastbaren Leistungsbelegen und rechtzeitiger Kommunikation. Die Entscheidung darf nicht als Druckmittel bis zum letzten Tag offenbleiben.

  136. Karte 136

    Frage

    Was muss ein Ausbildungszeugnis mindestens enthalten?

    Antwort

    Art, Dauer und Ziel der Berufsausbildung sowie die erworbenen beruflichen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten.

  137. Karte 137

    Frage

    Wann ist die AEVO-Prüfung bestanden?

    Antwort

    Wenn sowohl der schriftliche als auch der praktische Prüfungsteil mindestens mit „ausreichend“ bewertet wurde.

  138. Karte 138

    Frage

    Wann ist eine vorzeitige Zulassung zur Abschlussprüfung möglich?

    Antwort

    Wenn die Leistungen sie rechtfertigen. Die zuständige Stelle entscheidet nach Anhörung der Ausbildenden und der Berufsschule.

  139. Karte 139

    Frage

    Warum ist der Ausbildungsnachweis vor der Anmeldung zu prüfen?

    Antwort

    Weil er zu den regulären Zulassungsvoraussetzungen gehört. Fehlende oder unklare Einträge werden rechtzeitig geklärt, ohne Inhalte nachträglich zu erfinden.

  140. Karte 140

    Frage

    Welche Freistellung gilt direkt vor der schriftlichen Abschlussprüfung?

    Antwort

    Der unmittelbar vorausgehende Arbeitstag ist freizustellen. Prüfungstermine und Freistellung werden früh in Dienst- und Ausbildungspläne übernommen.

  141. Karte 141

    Frage

    Was kann ein Auszubildender nach nicht bestandener Abschlussprüfung verlangen?

    Antwort

    Die Verlängerung des Ausbildungsverhältnisses bis zur nächstmöglichen Wiederholungsprüfung, höchstens um ein Jahr. Das Verlangen muss vom Auszubildenden ausgehen.

  142. Karte 142

    Frage

    Was ergänzt ein qualifiziertes Ausbildungszeugnis?

    Antwort

    Auf Verlangen Angaben über Verhalten und Leistung. Ohne dieses Verlangen bleibt es bei den gesetzlichen Pflichtangaben des einfachen Ausbildungszeugnisses.

  143. Karte 143

    Frage

    Wie ist der praktische AEVO-Prüfungsteil aufgebaut?

    Antwort

    Aus Präsentation oder praktischer Durchführung einer berufstypischen Ausbildungssituation plus Fachgespräch, zusammen höchstens 30 Minuten. Die Präsentation soll 15 Minuten nicht überschreiten.

  144. Karte 144

    Frage

    Wie zeigt der Ausbilder berufliche Entwicklungswege auf?

    Antwort

    Er verbindet Interessen, Stärken und Zielrolle mit konkreten betrieblichen Aufgaben, Spezialisierungen oder nächsten Verantwortungsstufen.

  145. Karte 145

    Frage

    Wie bleibt Übungsmaterial unabhängig von Originalprüfungen?

    Antwort

    Mit selbst erstellten, berufsbezogenen Aufgaben und transparenten Kriterien. Erinnerte, beschaffte oder geschützte Originalfragen, Antwortoptionen und Bewertungsmaßstäbe bleiben außen vor.

  146. Karte 146

    Frage

    Welche Quelle entscheidet über lokale AEVO-Prüfungsdetails?

    Antwort

    Die aktuellen Hinweise der zuständigen IHK oder anderen zuständigen Stelle. Anmeldung, Termine, Hilfsmittel, Unterlagen und Raumtechnik können lokal abweichen.

  147. Karte 147

    Frage

    Was kann entstehen, wenn nach Ausbildungsende ohne ausdrückliche Vereinbarung weitergearbeitet wird?

    Antwort

    Ein Arbeitsverhältnis auf unbestimmte Zeit. Deshalb werden Übernahme oder Ende vorab eindeutig geklärt.

  148. Karte 148

    Frage

    Worauf stützt sich eine faire Zeugnisbeurteilung?

    Antwort

    Auf dokumentierte Leistungen und Beobachtungen über einen angemessenen Zeitraum. Sympathie, einzelne Ausreißer oder das Prüfungsergebnis allein reichen nicht.

  149. Karte 149

    Frage

    Wie wird eine passende Weiterbildung ausgewählt?

    Antwort

    Vom beruflichen Ziel rückwärts: benötigte Kompetenz, anerkannter Abschluss oder passendes Lernformat, Voraussetzungen, Zeit und Finanzierung werden verglichen.

  150. Karte 150

    Frage

    Was gehört neben Fachwiederholung zur Prüfungsvorbereitung?

    Antwort

    Ablauf, zugelassene Hilfsmittel, Zeitstrategie, Anreise, Umgang mit Belastung und ein realistischer Übungsrhythmus. Verbindlich sind die aktuellen Hinweise der zuständigen Stelle.

Abstrakter vierteiliger Lernweg mit Werkbank, Gespräch, Übung und Zielmarke in einer neutralen Ausbildungsumgebung.

150 Karten

AEVO Ausbildereignungsprüfung: 150 Karteikarten

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